Spaß haben und gutes Tun: Im Rahmen der Veranstaltung werden Spendengelder für den Klinikclowns e.V. gesammelt.

Der Basar – Bestes Nachwuchs- und Familienförderungskonzept 2014

Als Anregung für Bewerber stellen wir hier in den nächsten Wochen einige Gewinner aus den Vorjahren vor. Heute: Der Basar – Bestes Nachwuchs- und Familienförderungskonzept 2014

Handeln, Feilschen, Genießen – das alles charakterisiert einen orientalischen Basar. Der Duft von Gewürzen, Mokka und Tee erfüllt die Gassen, die von Besuchern und Händlern nur so wimmeln. Bunte Stände, exotische Waren und Gaumenfreuden aller Art laden zum Stöbern und Verweilen ein. Auch auf der Conreihe Basar, die Beatrice Schmidt seit 2013 für kleine und große Live-Rollenspieler organisiert, stehen Ambiente, Gemütlichkeit und der Handel mit allerlei Waren im Vordergrund. Auf einem eigens für die Veranstaltung inszenierten Markt bekommen die Spieler die Möglichkeit, ihre Waren zu kleinen Preisen feilzubieten. Aber auch andere, feste Instanzen gibt es. Dabei wird ganz besonders darauf geachtet, dass sowohl Jung wie auch Alt voll auf ihre Kosten kommen.

Ziel der Veranstaltungsreihe „Der Basar“ ist es, Ambiente-Liverollenspiele zu veranstalten, bei denen Kinder einen tollen Einstieg in das fantastisches Hobby Larp erleben, während Erwachsene gleichzeitig in Ruhe ihre Rollen spielen können. Zugleich werden im Rahmen der Veranstaltungen Spendengeldern für die Klinikclowns gesammelt. Frei nach dem Motto: „Spaß haben und Gutes tun!“

Kinder sind nicht nur geduldet, sondern herzlich willkommen. Sie stehen genauso im Mittelpunkt, wie die nach Entspannung suchenden Erwachsenen. Die Kinder sind durch ihren eigenen Plot besonders eingebunden und werden durch erfahrene RollenspielerInnen betreut und an das Hobby herangeführt.
Für die Erwachsenen RollenspielerInnen gibt es keinen Plot, dafür aber jede Menge Angebote zum Entspannen (Taverne, Teezelt, Shishazelt, Zuber, Massagen etc.).Hinzu kommt der eigentliche Basar. Hierzu darf jeder etwas aus seinem Fundus mitbringen und über ein Verkaufsteam im Basarzelt verkaufen lassen. Zehn Prozent des Verkaufserlöses gehen als Direktspende an die Klinikclowns. Auf diese Weise und dank der vielen großzügigen Zusatzspenden sind beim ersten Basar 540,- Euro und beim zweiten 682,45 Euro zusammengekommen.

Die erste Veranstaltung der Reihe „Der Basar“ fand im Juni 2013 statt. Die Homepage zum Konzept findet sich unter www.der-basar-larp.de.

Das sagte die Jury zu diesem Konzept:

Die Veranstaltung hatte ein speziell auf Familien und Kinder Ausgerichtetes Rahmenprogramm in Kombination mit dem „Flohmarkt-Angebot“ für die Eltern. Kinder heranzuführen an das Spiel und gleichzeitig Speziell als Zielgruppe Familien mit Kindern zu haben, hat in den Augen der Jury den Preis in dieser Kategorie verdient.

Teilnehmer des Spiels während einer "Prüfung".

All Eyes On Me! – Bestes Larp (Alternatives Genre) 2014

Als Anregung für Bewerber stellen wir hier in den nächsten Wochen einige Gewinner aus den Vorjahren vor. Heute: All Eyes On Me! – Bestes Larp (Alternatives Genre) 2014

All Eyes On Me! ist ein neues Unterhaltungsformat: 30 Kandidaten, drei Tage, ein Haus. Überall befinden sich Überwachungskameras, Kontakt zur Außenwelt gibt es nur durch eine Stimme aus dem Off, die Informationen und Anweisungen verteilt. Alles scheint wie in einer klassischen Kandidatenshow à la Big Brother, Dschungelcamp oder Der Bachelor abzulaufen. Doch irgendetwas stimmt nicht. Das Haus weiß zu viel, und es passieren seltsame Dinge …
Die Situation wird zunehmend surrealer, die Gruppenspiele und Prüfungen haben nichts mit Familienunterhaltung gemein. Einige Kandidaten kennen sich, manche sprechen nicht darüber, wieder andere verbergen offensichtlich etwas. Nach und nach wird klar, dass alle Kandidaten miteinander verbunden sind. Es müssen offenbar subtile oder direkte konflikt- und schuldbeladene Zusammenhänge aufgedeckt und gelöst werden, um schließlich einen Weg aus dem Haus zu finden.

Was die Spieler nicht wissen ist, dass ihre Charaktere sich an der Schwelle des Todes befinden, die drei Tage im Haus symbolisieren die letzten drei Minuten ihres Lebens. In der (Spiel-)Realität wurde ihnen ein furchtbarer Massencrash zum Verhängnis. Die Spielshow, in der sie zu sein scheinen, existiert nur in ihren Köpfen und symbolisiert einen Weg aus dem Labyrinth ihres eigenen Geistes zurück ins Bewusstsein.

Die Veranstalter hatten sich zum Ziel gesetzt,  ein sich selbst tragendes Larp zu kreieren, das möglichst ohne Eingriffe in den Spielverlauf von out-time Personen auskommen konnte. Die Geschichte sollte dennoch so geschrieben sein, dass sie jedem Spieler ein tiefgehendes Erlebnis und einen persönlichen Plot als Teil eines großen Ganzen bot. Alle Charaktere waren vorgegeben und so miteinander verknüpft, dass sich eine kreisförmige Kette von Beziehungen ergab, die es während des Spiels zu ergründen galt.
Ort des Geschehens war die Musikakademie Dümmersee aus, ein hübsches Tagungshaus, das mit hohem technischem und logistischem Aufwand in einen Gameshow-Container umgebaut wurde. Dazu wurde die komplette Location verkabelt und mit Technik ausgestattet. Mit Hilfe von neun Kameras konnten alle öffentlichen Bereiche zentral überwacht werden und es bestand die Möglichkeit, die Spieler von der Orga-Zentrale aus zu verfolgen. Um die Privatsphäre der Spieler zu wahren, gleichzeitig aber die Illusion der totalen Überwachung aufrecht zu erhalten, waren in den Übernachtungsräumen blinkende Fake-Kameras verbaut und auch die Sanitärräume waren mit beweglichen Fake-Kameras ausgestattet. Die Aufenthaltsräume konnten zudem mit hochempfindlichen Studiomikrophonen abgehört werden.

Wichtigstes Kommunikations- und Steuerungsmedium war die Stimme aus dem Off, wie sie bei typischen TV-Formaten zum Einsatz kommt. Diese wurde durch eine Sound-Anlage realisiert, mit der das komplette Haus beschallt werden konnte. Sie war durch die durchgehende Überwachung immer am Puls des Geschehens, konnte direkt auf Spielerhandlungen reagieren und wirkte dadurch bedrohlich nah.
Mit allen Kandidaten wurden für solche Unterhaltungsformate typische Gruppenspiele durchgeführt, bei denen Konflikte, Ekel und Schmerz überwunden werden mussten. Zusätzlich bekamen alle Charaktere in einem separierten Bereich personalisierte Aufgaben gestellt, welche nicht nur die Kandidaten, sondern auch die Spieler in Grenzsituationen bringen sollten. Dabei wurden teilweise reale Reize wie (medizinisch harmlose und sichere) Elektroschocks oder auch psychischer Druck eingesetzt. Die Spieler konnten out-time natürlich selbst entscheiden, wie weit sie gehen wollten, und hatten zu jeder Zeit die Möglichkeit, diese Prüfungen abzubrechen.
All Eyes On Me! wurde zum Jahreswechsel 2013/2014 umgesetzt und 2014 mit dem F.R.E.D. in der Kategorie Bestes Larp (Alternatives Genre) ausgezeichnet. Die Homepage zum Spiel findet sich unter www.ship-of-foools.de.

Das sagte die Jury zu diesem Konzept:

Ein überaus spannendes Konzept durch Kameras und Lautsprecherdurchsagen faktisch ohne Spielleitung und NSCs auszukommen, in Kombination mit einem gelungenen Setting in Reality-TV-Manier hat die Jury begeistert. Die Erfahrung, den letzten Moment des Lebens während eines tragischen Verkehrsunfalls, den aufblitzenden letzen Gedanken, spielbar zu machen ist faszinierend und spannend. Sich bei der Umsetzung an Elementen des Nordic-LARPs zu orientieren, war eine hervorragende Idee.

 

Bild: Larson Kasper

FRED 2015 – Es geht wieder los!

Ihr habt 2014 oder 2015 ein außergewöhnliches Larp-Projekt umgesetzt? Dann bewerbt Euch jetzt um den F.R.E.D.!

Mit diesem Award zeichnet der Deutsche Liverollenspiel-Verband (DLRV) besonders schöne oder innovative Konzepte aus, um so die Weiterentwicklung von Larp zu fördern und zur Nachahmung anzuregen. Unser Preis ist als Auszeichnung für all diejenigen gedacht, die durch ihren Einsatz das Hobby voranbringen und soll Orga-Teams die Möglichkeit geben, ihre Spiele einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen. Zu gewinnen gibt es, neben dem Ruhm, eine kleine Statue, die an den inoffiziellen Namensgeber Fred Schwohl erinnert.

Um den diesjährigen F.R.E.D. können sich alle LARP-Veranstalter, -Gruppen oder -Enthusiasten bewerben, die zwischen dem 1. Juli 2014 und dem 30. Juni 2015 schöne Ideen rund um das Hobby Liverollenspiel umgesetzt haben. Wir vergeben den Preis wieder in verschiedenen Kategorien (Beste Idee im Bereich klassische Fantasy, Beste Idee im Bereich Alternative Genres, Beste Ausstattung, Bestes LARP mit Bildungs- und Weiterbildungskonzept, Bestes LARP im Bereich Nachwuchs- und Familienförderung, Bestes Medienkonzept).

Um die Teilnahme zu vereinfachen und eine bessere Vergleichbarkeit sowie transparentere Bewertungskriterien zu ermöglichen, erfolgen die Bewerbungen anhand eines Fragebogens.
Die Bewerbungsphase endet am 31. Oktober 2015. Die Bewerbungsunterlagen erhaltet Ihr hier.

2014 – Was die Jury dazu sagt…

Der Gewinner des F.R.E.D. wird seit diesem Jahr von einem Automatismus entwickelt, denn wir noch vorstellen werden.

Schöner als reine Zahlen sind allerdings Worte, weshalb wir kurze Begründungen aufgestellt haben, warum welche Veranstaltung gewonnen hat:

All Eyes On Me

Ein überaus spannendes Konzept durch Kameras und Lautsprecherdurchsagen faktisch ohne Spielleitung und NSCs auszukommen, in Kombination mit einem gelungenen Setting in Reality-TV-Manier hat die Jury begeistert. Die Erfahrung, den letzten Moment des Lebens während eines tragischen Verkehrsunfalls, den aufblitzenden letzen Gedanken, spielbar zu machen ist faszinierend und spannend. Sich bei der Umsetzung an Elementen des Nordic-LARPs zu orientieren, war eine hervorragende Idee.

Das Kreuz des Wotan

In einem Edu-LARP, dass den Anspruch hat zukünftigen Lehrern (Studenten auf Lehramt) das LARP als Werkzeug der Wissensvermittlung näher zu bringen und das nur wenige Stunden Dauer umfasste, wurde mit wenigen, dafür stilistisch und dramaturgisch wichtigen Ausstattungen gearbeitet. Hervorzuheben ist mit Sicherheit die Bombe mit Lichtsensor, bunten Drähten und Timer, die zum Spielhöhepunkt entschärft werden musste.

PixelHeld*innen

Kindern und Jugendlichen den Einsatz von Medien wie Computern bzw. Smartphones und deren Einsatz zum Informationsaustausch in Chatrooms und Foren beizubringen, ist in der heutigen Zeit unerlässlich. In einer spannenden Rallye durch die Innenstadt konnten die Schulkinder spielerisch erfahren, wie der richtige Umgang mit persönlichen Daten im Internet geht. Das Aufdecken der realen Personen hinter Chatpseudonymen hat den Kindern einen gewaltigen „Aha-Effekt“ beschert und gewiss auch die Jury überzeugt.

LARP-Basar 3

Die Veranstaltung hatte ein speziell auf Familien und Kinder Ausgerichtetes Rahmenprogramm in Kombination mit dem „Flohmarkt-Angebot“ für die Eltern. Kinder heranzuführen an das Spiel und gleichzeitig Speziell als Zielgruppe Familien mit Kindern zu haben, hat in den Augen der Jury den Preis in dieser Kategorie verdient.
Bestes LARP mit Bildungs- und Weiterbildungskonzept

The Tower of Babel UND Silvanische Wälder 2

Ein multilinguales LARP zum Thema Umgang mit Sprache und Barrieren international zu gestalten, hat die Jury beeindruckt. Zwischen Norwegisch, Englisch und Deutsch zu vermitteln und dabei spielerisch die die Hürden zu überwinden ist ein gelungenes Konzept, das zum Nachahmen anregt.

Die exakt gleiche Anzahl an Wertungspunkte hat die Jury für das Drogenpräventionskonzept Silvanische Wälder 2 vergeben. Das Konzept durch Liverollenspiel ein gesellschaftlich so bedeutsames Thema zu vermitteln und dabei eine Fülle von Lernzielen zu erreichen, hat einen Preis verdient.

F.R.E.D. Verleihung 2014

Der MittelPunkt 2014 ist vorbei und die Jury hat gewählt. Am Samstag wurden bei einer grandiosen Gala verdient folgende F.R.E.D.s verliehen:

Kategorie Idee: All Eyes On Me
Kategorie Ausstattung: Das Kreuz des Wotans
Kategorie Medien: PixelHeld*innen
Kategorie Nachwuchs-, und Familienförderung: Larp Basar 3
Kategorie Bildungs-, und Weiterbildungskonzept: Tower of Babel und  Silvanische Wälder 2

Weiterhin nomiert waren die Veranstaltungen:

Natur Action Mittelalter und Silvanische Wälder

Glückwunsch an die Gewinner und vielen Dank für alle Einreichungen!

Im Laufe der nächsten Wochen werden wir alle LARPs vorstellen und die Einreichungen online stellen.